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Kreative motorische Angebote

Wippende Baumstämme und „schmutzige Räder“ auf der alla hopp!-Anlage in Ilbesheim

23. September 2016

23.09.2016, Ilbesheim. Die Aktion alla hopp! hat den westlichsten Punkt in der Metropolregion Rhein-Neckar erreicht. Am Freitag wurde in Ilbesheim auf dem ehemaligen Sportgelände an der Arzheimer Straße die zwölfte von insgesamt 19 Bewegungs- und Begegnungsstätten, die die Dietmar Hopp Stiftung seit zwei Jahren mit einem Gesamtvolumen von 42 Millionen Euro errichten lässt, offiziell eröffnet.

„Wir sind sehr froh darüber, dass das marode Sportgelände, das 15 Jahre brachlag, wieder sinnvoll genutzt wird und nicht nur einem Fußballverein, sondern der gesamten Bevölkerung zugutekommt“, sagte Ortsbürgermeister Peter Hieb. „Bei unserer Bewerbung für eine alla hopp!-Anlage haben wir es nicht zu träumen gewagt, zu den auserwählten Kommunen zu gehören. Umso mehr sind wir nun von dem, was in den vergangenen Wochen hier entstanden ist, überwältigt. Unser herzlicher Dank gilt Dietmar Hopp und seiner Stiftung, die auch dafür gesorgt hat, dass durch den Erhalt der Laufbahn und der Errichtung einer Sprunggrube die angrenzende Grundschule profitiert und hier Bundesjugendspiele ausgetragen werden können“ sagte Ortsbürgermeister Peter Hieb, der im Anschluss von Katrin Tönshoff, Geschäftsstellenleiterin der Dietmar Hopp Stiftung, und Projektleiterin Sandra Zettel die Schenkungsurkunde entgegennahm.

Wie bei den bisherigen Eröffnungen hatten sich auch die Ilbesheimer Verantwortlichen einiges zur Gestaltung des Rahmenprogramms, das von Felix Gaudo moderiert wurde, einfallen lassen. Die Ilbesheimer Kindergartenkinder zeigten zwei Tänze und der Schulchor gab – das hat schon Tradition – den alla hopp!-Song zum Besten.

„Heute ist ein großer Tag für Ilbesheim und die Verbandsgemeinde Landau-Land“, sagte Verbandsbürgermeister Torsten Blank in seiner Dankesrede. „Es ist großartig, was die Dietmar Hopp Stiftung hier geschaffen hat, wir sind um eine große Attraktion und einen Anziehungspunkt reicher. Die Anlage ist nicht nur eine Bereicherung für Ilbesheim, sie wirkt zudem in die gesamte Region und bietet ungeahnte Möglichkeiten für die benachbarte Kalmitschule.“

Die neue Attraktion in der Ortsgemeinde Ilbesheim erstreckt sich auf 18.500 Quadratmeter und wurde – wie die anderen Anlagen auch – unter Beteiligung von Bürgern von dem Landschaftsarchitekten Norbert Schäfer entworfen. „Ziel der Gestaltung war es, einerseits die ehemalige Nutzung der Fläche als Sportfläche in Erinnerung zu rufen, andererseits den verrohrten Birnbach offenzulegen und den Bürgern zum Spielen und Verweilen am Wasser zur Verfügung zu stellen“, so Schäfer. „Die unterschiedlich geneigten Böschungsbereiche und Felswände bieten natürliche Klettermöglichkeiten für die jeweiligen motorischen Fähigkeiten der künftigen Nutzer. Die Massen zur Freilegung des Birnbachs wurden im Sinne der Nachhaltigkeit an anderer Stelle soweit möglich wieder als Hügellandschaft eingebaut. Somit wurde aus einer ehemals vegetationsarmen ebenen Fläche eine topographisch ansprechende Landschaft.“

Katrin Tönshoff hob die herrliche Lage an der Südlichen Weinstraße unweit der Burg Trifels und die Grundidee, die hinter dieser Aktion steckt, hervor: „Wir verbinden auf den alla hopp!-Anlagen sportliche und soziale Aspekte und somit zwei unserer Förderbereiche. Das Zusammenspiel der verschiedenen Generationen, die sich in den altersgerecht konzipierten Modulen bewegen und begegnen können, klappt in den anderen Kommunen bereits hervorragend und wir sind sicher, dass Ilbesheim dieselben Erfahrungen macht.“

Schon während der Urkunden-Übergabe und des musikalischen Ausklangs durch Mike Bernzott und seine Band „6 aus 24“ testeten junge und ältere Besucher die Besonderheiten der alla-hopp!-Anlage Ilbesheim, die unter anderem über eine 200 Quadratmeter große Betonrutschenlandschaft verfügt, in der man auf unterschiedlichste Art und Weise in die Tiefe rutschen kann. „Ein Highlight ist die schwingende Mikado-Baumstammanlage, eine Struktur aus 30 Baumstämmen“, zeigte sich Tönshoff begeistert. Diese Baumstämme sind derart miteinander verbunden, dass bereits eine Person die gesamte Anlage zum Schwingen bringt. Noch spannender ist es allerdings mit mehreren Personen, die – auf den Stämmen wippend – versuchen, die jeweils anderen aus dem Gleichgewicht zu bringen und damit von den Stämmen zu werfen.

Die Dirt-Bike-Anlage mit ihren zahlreichen Rampen sticht dem Besucher besonders ins Auge. „Dirt Bike“, frei übersetzt etwa „Schmutz-Fahrrad“, gilt als eine Untersparte des Mountainbikings und erfordert höchste Konzentration, Körperbeherrschung und Kreativität. Beim Bau dieser Anlage dirigierten die jungen Biker die Bagger der Landschaftsbaufirma. Die Feinarbeiten erfolgten danach in Handarbeit im Rahmen von samstäglichen Bauaktionen. In diesen wurden auch noch andere Gestaltungselemente, wie zum Beispiel eine schräge Holzsteglandschaft oder eine Eidechse aus Mosaiksteinen, gefertigt.

19 alla hopp!-Anlagen

Die Bewegungs- und Begegnungsanlagen in Schwetzingen, Abtsteinach, Deidesheim, Rülzheim, Schwarzach, Ketsch, Bürstadt, Hemsbach, Sinsheim, Buchen und Edenkoben sind bereits eröffnet worden und stehen allen Besuchern kostenfrei zur Verfügung. Die Anlagen in Heidelberg, Ilvesheim und Ravenstein befinden sich derzeit im Bau und werden noch in diesem Jahr eröffnet.
Informationen zu der Aktion und den 19 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.



Hinweis für Journalisten
Pressefotos stehen im Pressebereich unter folgendem Link für Sie honorarfrei zum Download bereit: www.alla-hopp.de/presse/pressebilder

Quellenangabe für alle Fotos: Dietmar Hopp Stiftung

Kurzprofil alla hopp!
Die Aktion alla hopp! ist ein Angebot für alle und verbindet Jung und Alt durch die Freude an der Bewegung. Die Dietmar Hopp Stiftung errichtet dazu 19 generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsräume. Das ganzheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet. Die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar konnten sich bis 30. September 2013 online bewerben. 127 Kommunen hatten sich
für eine Anlage interessiert und sich online beworben. Am 5. Juni 2014 wurden die 19 begünstigten Kommunen bekannt gegeben und auf www.alla-hopp.de veröffentlicht.

Größe, Module und Ausstattung

Die alla hopp!-Anlagen haben je eine Größe zwischen 8.000 und 18.000 Quadratmetern. Jede alla hopp!-Anlage besteht aus 3 bis 4 Modulen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und doch Raum für Gemeinsamkeit und Begegnung bieten. Dies umfasst:

•    einen Bewegungsparcours für Jedermann. Hier wird an verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Zahlreiche der Geräte sind niedrigschwellig. Verschiedene Schwierigkeitsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene werden auf leicht verständlichen Hinweisschildern erläutert. Die Anlagen bieten zudem Nutzungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe.

•    einen Kinderspielplatz, auf dem kleinere Kinder (ca. bis sechs Jahre) spielen und ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen. Dies wetterunabhängig, denn es gibt einen Pavillon, der auch Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen bietet.

•    einen naturnahen Spiel- und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre). Hier finden Schulkinder Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. In Planungswerkstätten wird der Spiel- und Bewegungsplatz gemeinsam mit Kindern erarbeitet.

•    optional ein viertes Modul, ein Parcours für jugendliche Sportler, etwa Inliner, Skater oder (Dirt-)Biker, falls eine ausreichend große Fläche verfügbar ist und Bedarf in der Stadt oder Gemeinde ist.

Mit der Aktion alla hopp! schlägt die Dietmar Hopp Stiftung eine Brücke zwischen ihren vier Förderbereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Für die auf mehrere Jahre angelegte Aktion alla hopp! plant die Dietmar Hopp Stiftung einen Betrag in Höhe von 42 Millionen Euro ein.

Ziele
Die Aktion bringt die ganze Region in Bewegung! Damit erreicht alla hopp! drei Ziele:

•    Bewegung fördern: alla hopp! möchte Menschen jeden Alters und Fitnessgrads, mit und ohne Behinderung, für Bewegung begeistern und motivieren. Die Devise: Gemeinsame Bewegung ohne Leistungsgedanken.

•    Begegnung ermöglichen: alla hopp! schafft Raum für Begegnung und verbindet die Generationen durch die Freude an der Bewegung.

•    Gesundheit schützen: Mit Bewegung können Jung und Alt einen aktiven Beitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit leisten.

Kosten
Die alla hopp!-Anlagen sind kostenfrei für alle Generationen nutzbar. Hier zählen der Spaß an der Bewegung und der Begegnung. Die Kommune stellt das Grundstück zur Verfügung und sorgt für die Instandhaltung der Anlage.

Kurzprofil Team alla hopp!
Bewegung und Begegnung der Generationen ist die Devise der Aktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung. Das Team alla hopp! steht stellvertretend für alle aktiven Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar. Bewegung fördert die körperliche und geistige Fitness. Gemeinsames Sporttreiben macht Spaß und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zum Team alla hopp!, das nach und nach vorgestellt wird, gehören Menschen aller Generationen. Die Team-Mitglieder haben Vorbildcharakter und spornen zur Bewegung an. Sie berichten, welche Bedeutung Sport für ihr eigenes Leben hat und woraus sie ihre Motivation für Bewegung schöpfen.

Das Pilotprojekt Schwetzingen
Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, hat die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine Pilotanlage errichtet. Die Anlage befindet sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee. Sie dient als Modell für die weiteren 18 Anlagen. Die Anlage wurde am 8. Mai 2015 ihrer Bestimmung übergeben.



Ansprechpartner Gemeinde Ilbesheim

Ortsbürgermeister Peter Hieb
Zittergasse 7
76831 Ilbesheim
T: 06341 33226
F: 06341 3470116
info@ilbesheim.de   
www.ilbesheim.de  

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Die Stiftung zählt zu den größten Privatstiftungen Europas. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Förderrichtlinien können auf der Website eingesehen und entsprechende Anträge an die Geschäftsstelle in St. Leon-Rot gerichtet werden. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die bisher größte Aktion will unter dem Titel „alla hopp!“ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von
42 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
Opellstraße 28
68789 St. Leon-Rot

info@dietmar-hopp-stiftung.de
www.dietmar-hopp-stiftung.de

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