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Kreative motorische Angebote

Ein Musterbeispiel für Inklusion: Ilvesheim feiert die 13. alla hopp!-Anlage

30. September 2016

30.09.2016, Ilvesheim. Dass die 13. alla hopp!-Anlage ausgerechnet an einem Freitag offiziell eröffnet wurde, trübte die gute Stimmung keineswegs. Für Aberglauben war bei der Einweihung der von der Dietmar Hopp Stiftung geförderten Bewegungs- und Begegnungsstätte in Ilvesheim kein Platz. Ganz im Gegenteil: Die neue Hauptattraktion der 9.100-Einwohner-Gemeinde setzt neue Maßstäbe in Sachen Inklusion.

„Auf den heutigen Tag freue ich mich schon lange: Endlich können wir unsere alla hopp!-Anlage ihrer Bestimmung übergeben“, sagte Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz während der Feierlichkeiten auf dem ehemaligen Tennenplatz der Gemeinde Ilvesheim. „Angrenzend an die bereits vorhandenen Freizeiteinrichtungen wie Festplatz, Freibad und Neckarstadion ist im Schlossfeld in den zurückliegenden sechs Monaten ein großartiger Treffpunkt für alle Generationen entstanden. Dafür möchte ich dem Planungsbüro Ukas, allen Beteiligten und natürlich der Dietmar Hopp Stiftung, die diese Anlage erst möglich gemacht hat, herzlich danken.“

Die 13. von insgesamt 19 alla hopp!-Anlagen, die die Dietmar Hopp Stiftung für insgesamt 42 Millionen Euro in der Metropolregion Rhein-Neckar den Bürgern kostenfrei zur Verfügung stellt, kommt mit einigen Besonderheiten daher. Wie bei allen anderen Anlagen auch, durfte sich die Bevölkerung über Beteiligungsprozesse aktiv einbringen, in Ilvesheim haben sich Jugendliche, Kinder, alle Interessierten und Engagierten wenige Tage vor der Eröffnung zu einer Mitbauaktion getroffen, bei der der Holzzaun mit Farben und Strukturen gestaltet wurden.

Die Planung der Anlage nahm die Landschaftsarchitektin Elke Ukas unter anderem in Abstimmung mit der Schlossschule für Blinde und Sehbehinderte vor, um den Anforderungen der Bewegungsräume für Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen im Besonderen zu entsprechen. „Daraus ergeben sich zum Beispiel vielfältige Synergien von Bewegungsangeboten der Altersgruppen Kinder, Menschen mit Behinderungen und Senioren“, so Grit Orwat vom Planungsbüro Ukas, die die spannende Lage im Süden der Insel nahe des Neckars hervorhebt und als „neu gestaltete Landschaft wie in ein Wellenmeer aus Rasenhügeln“ bezeichnet.

Anlage auch für Blinde und Sehbehinderte nutzbar

Für Sandra Zettel von der Dietmar Hopp Stiftung, die als Projektleiterin die Aktion alla hopp! verantwortet, war die Begleitung dieses Standorts besonders spannend. „Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion Menschen aller Generationen, vom Kleinkind bis zum Urgroßvater, zum Sporttreiben zu animieren. Hier kommt die Komponente hinzu, auch Personen mit Handicap den Zugang zu den diversen Aktivitäten so einfach wie möglich zu gestalten.“ Zur attraktiven Lage sagte Sandra Zettel: „Die Anlage fügt sich perfekt in die bestehende Parkanlage ein.“

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Ilvesheimer Anlage ist die Beschilderung mit einem taktilen dreidimensionalen Lageplan sowie 26 taktilen Schildern entlang der Wege. Zudem sind die Wegebeläge und Einstiege der Bewegungs- und Spielstrukturen für die Orientierung für Blinde und Sehbehinderte ausgerichtet. Die Dietmar Hopp Stiftung finanziert darüber hinaus einen Workshop, in dem der Sportlehrer Antonio Carrasco Lehrer, Betreuer und Physiotherapeuten der Schlossschule in Theorie und Praxis in die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Anlage einweist, um sie als Multiplikatoren auszubilden, die wiederum künftigen Nutzern zur Hand gehen können. Sogar ein Kletterparcours und eine sichere Laufbahn für Blinde und Sehbehinderte wurden in die Anlage integriert.

„Ein weiterer Schwerpunkt der Anlage ist das Thema ‚Bälle und Geschicklichkeit‘“, erklärt Grit Orwat. „Die Kletterstruktur soll, als riesiger Balltrichter ausgebildet, mit Bällen bespielt werden, die dann über verschiedene Bahnen zurück auf den Rasen geleitet werden. Interessant sind auch die Fußballgolffläche und der Balltrichter im Bewegungsraum.“ Jede Menge Attraktionen also, die es in dieser Form auf den anderen alla hopp!-Anlagen nicht gibt. Dazu gehört auch der Tanzpavillon – ein Raum zum Tanzen und Begegnen.

Um 15 Uhr nahm Bürgermeister Andreas Metz die offizielle Schenkungsurkunde entgegen, anschließend wurde ein Relief, das den Plan der Anlage als dreidimensionales Modell und in Blindenschrift wiedergibt, enthüllt. Felix Gaudo hatte derweil alle Hände voll zu tun. Der Moderator kündigte musikalische Auftritte der Kindergärten St. Josef, „Rappelkiste“ und „Sonnenburg“ sowie der Friedrich-Ebert-Schule an. Den Abschluss des bunten Rahmenprogramms bildete die Band „Juris Kitchen“. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die altersgerecht konzipierten Module der alla hopp!-Anlage längst im Hochbetrieb.

19 alla hopp!-Anlagen

Die Bewegungs- und Begegnungsanlagen in Schwetzingen, Abtsteinach, Deidesheim, Rülzheim, Schwarzach, Ketsch, Bürstadt, Hemsbach, Sinsheim, Buchen, Edenkoben und Ilbesheim sind bereits eröffnet worden und stehen allen Besuchern kostenfrei zur Verfügung. Die Anlagen in Heidelberg und Ravenstein befinden sich derzeit im Bau und werden noch in diesem Jahr eröffnet.

Informationen zu der Aktion und den 19 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.


Hinweis für Journalisten
Pressefotos stehen im Pressebereich unter folgendem Link für Sie honorarfrei zum Download bereit: www.alla-hopp.de/presse/pressebilder
Quellenangabe für alle Fotos: Dietmar Hopp Stiftung

Kurzprofil alla hopp!
Die Aktion alla hopp! ist ein Angebot für alle und verbindet Jung und Alt durch die Freude an der Bewegung. Die Dietmar Hopp Stiftung errichtet dazu 19 generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsräume. Das ganzheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet. Die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar konnten sich bis 30. September 2013 online bewerben. 127 Kommunen hatten sich
für eine Anlage interessiert und sich online beworben. Am 5. Juni 2014 wurden die 19 begünstigten Kommunen bekannt gegeben und auf www.alla-hopp.de veröffentlicht.

Größe, Module und Ausstattung
Die alla hopp!-Anlagen haben je eine Größe zwischen 8.000 und 18.000 Quadratmetern. Jede alla hopp!-Anlage besteht aus 3 bis 4 Modulen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und doch Raum für Gemeinsamkeit und Begegnung bieten. Dies umfasst:

•    einen Bewegungsparcours für Jedermann. Hier wird an verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Zahlreiche der Geräte sind niedrigschwellig. Verschiedene Schwierigkeitsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene werden auf leicht verständlichen Hinweisschildern erläutert. Die Anlagen bieten zudem Nutzungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe.

•    einen Kinderspielplatz, auf dem kleinere Kinder (ca. bis sechs Jahre) spielen und ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen. Dies wetterunabhängig, denn es gibt einen Pavillon, der auch Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen bietet.

•    einen naturnahen Spiel- und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre). Hier finden Schulkinder Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. In Planungswerkstätten wird der Spiel- und Bewegungsplatz gemeinsam mit Kindern erarbeitet.

•    optional ein viertes Modul, ein Parcours für jugendliche Sportler, etwa Inliner, Skater oder (Dirt-)Biker, falls eine ausreichend große Fläche verfügbar ist und Bedarf in der Stadt oder Gemeinde ist.

Mit der Aktion alla hopp! schlägt die Dietmar Hopp Stiftung eine Brücke zwischen ihren vier Förderbereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Für die auf mehrere Jahre angelegte Aktion alla hopp! plant die Dietmar Hopp Stiftung einen Betrag in Höhe von 42 Millionen Euro ein.

Ziele
Die Aktion bringt die ganze Region in Bewegung! Damit erreicht alla hopp! drei Ziele:

•    Bewegung fördern: alla hopp! möchte Menschen jeden Alters und Fitnessgrads, mit und ohne Behinderung, für Bewegung begeistern und motivieren. Die Devise: Gemeinsame Bewegung ohne Leistungsgedanken.

•    Begegnung ermöglichen: alla hopp! schafft Raum für Begegnung und verbindet die Generationen durch die Freude an der Bewegung.

•    Gesundheit schützen: Mit Bewegung können Jung und Alt einen aktiven Beitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit leisten.

Kosten
Die alla hopp!-Anlagen sind kostenfrei für alle Generationen nutzbar. Hier zählen der Spaß an der Bewegung und der Begegnung. Die Kommune stellt das Grundstück zur Verfügung und sorgt für die Instandhaltung der Anlage.

Kurzprofil Team alla hopp!
Bewegung und Begegnung der Generationen ist die Devise der Aktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung. Das Team alla hopp! steht stellvertretend für alle aktiven Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar. Bewegung fördert die körperliche und geistige Fitness. Gemeinsames Sporttreiben macht Spaß und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zum Team alla hopp!, das nach und nach vorgestellt wird, gehören Menschen aller Generationen. Die Team-Mitglieder haben Vorbildcharakter und spornen zur Bewegung an. Sie berichten, welche Bedeutung Sport für ihr eigenes Leben hat und woraus sie ihre Motivation für Bewegung schöpfen.

Das Pilotprojekt Schwetzingen

Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, hat die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine Pilotanlage errichtet. Die Anlage befindet sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee. Sie dient als Modell für die weiteren 18 Anlagen. Die Anlage wurde am 8. Mai 2015 ihrer Bestimmung übergeben.

Ansprechpartner Gemeinde Ilvesheim

Pascal Tholé
Schlossstraße 9
68549 Ilvesheim
T: 0621 49660300
F: 0621 49660560
pascal.thole@ilvesheim.de   
www.ilvesheim.de

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Die Stiftung zählt zu den größten Privatstiftungen Europas. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Förderrichtlinien können auf der Website eingesehen und entsprechende Anträge an die Geschäftsstelle in St. Leon-Rot gerichtet werden. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die bisher größte Aktion will unter dem Titel „alla hopp!“ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 42 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
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