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Kreative motorische Angebote

alla hopp! in Ketsch: Am alten Wasserwerk wird ein Traum wahr

03. Juni 2016

03.06.2016, Ketsch. Nach knapp achtmonatiger Bauzeit kommt in den ehemaligen Ketscher Wasserwerkpark Bewegung rein. Unter großem Besucherandrang und von einem bunten Rahmenprogramm begleitet haben Stifter Dietmar Hopp und Bürgermeister Jürgen Kappenstein in der Enderlegemeinde die sechste von insgesamt 19 alla hopp!-Anlagen eröffnet, die die Dietmar Hopp Stiftung in der Metropolregion Rhein-Neckar errichten lässt.

 „Die Gemeinde Ketsch freut sich riesig, mit einer der 19 alla hopp!-Anlagen bedacht worden zu sein. Was Dietmar Hopp nicht nur mit diesem Projekt, sondern mit seinem vielfältigen Engagement für unsere Region bewegt, ist kaum in Worte zu fassen“, sagte Bürgermeister Jürgen Kappenstein bei der offiziellen Übergabe. „Ganz besonders an dieser Aktion ist die Idee eines Treffpunkts für Jung und Alt, der sowohl die Bewegung, gleichzeitig aber auch die Begegnung der Generationen initiiert. Dass wir hier in Ketsch noch das Glück hatten, hierfür das zentral gelegene und leicht erreichbare Areal des Wasserwerksparks derart attraktiv und naturnah aufwerten zu können, freut uns umso mehr.“

Der Bürgermeister sprach allen, die zum Gelingen dieses einmaligen Projekts beigetragen haben, seinen Dank aus. „In besonderem Maße danken wir natürlich dem Hauptinitiator, Dietmar Hopp, ohne den dieser Traum nicht hätte realisiert werden können.“ Kappenstein überreichte Hopp, gemeinsam mit den beiden Sagenfiguren Enderle und Evchen, ein Präsent mit Ketscher Spezialitäten. Enderle, der auch das Gemeindewappen ziert, war ein im 16. Jahrhundert in Ketsch wirkender Schultheiß, Evchen seine Tochter. Anschließend stiegen mit Gewinnspielkarten versehene Luftballons in den Himmel, für die musikalische Untermalung sorgte die Marching Band Hewwlguggler, die über die Anlage kommend die Bühne stürmte.

Mit Rückwärtssalti und Kletterkünsten zogen die „fliegenden Affen“ auf dem knapp 11.000 Quadratmeter großen Gelände die Aufmerksamkeit auf sich. „Flying Monkeys“, so nennt sich eine Gruppe junger Menschen, die sich der Trendsportart Parkour verschrieben hat – und die bei der Eröffnungsfeier am Freitag mit spektakulären Showeinlagen das Rahmenprogramm bereicherte.

Auch Landrat Stefan Dallinger zeigte sich begeistert: „Zahlreiche Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis und in der Metropolregion Rhein-Neckar sind um ein attraktives Sport- und Freizeitangebot reicher: die alla-hopp!-Anlagen. Eine solche generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsstätte bereichert ab sofort auch die Gemeinde Ketsch. Darüber freue ich mich sehr und danke der Dietmar Hopp Stiftung für dieses großzügige Geschenk an die Bürgerinnen und Bürger.“

Die neue Ketscher Bewegungs- und Begegnungsstätte ist die erste, die seit November 2015 der Öffentlichkeit übergeben wird. In der Zwischenzeit sind sechs Spatenstiche erfolgt, das Großprojekt läuft also in mehreren Orten gleichzeitig auf Hochtouren. Die Anlage am Wasserwerk, die der Landschaftsarchitekt Norbert Schäfer vom Ingenieurbüro STADT+NATUR unter Beteiligung der Bevölkerung entworfen hat, zeichnet sich wie alle anderen durch ihren individuellen Charakter aus. Bestehende Elemente – wie etwa der alte Trafoturm, der zu einem Rutschturm mit Fledermaushabitat im Dachgebälk umgestaltet wurde und einen herrlichen Ausblick über die gesamte Anlage bietet – wurden integriert, und Ideen der künftigen Nutzer über Beteiligungsprozesse umgesetzt. So wurden zum Beispiel vielfältige Lebensräume für Eidechsen und andere Tiere geschaffen. Den Wunsch nach einem Gartenbereich unterstützte der Planer durch die Vergabe von Beet-Patenschaften. In einer gemeinsamen Pflanzaktion mit Dietmar Hopp erhielt dieser Gartenbereich am Freitag schließlich den letzten Schliff.

„Ein besonderes Merkmal der Anlage ist der Birkenhain mit einem sogenannten Tree-Walk, der als Ort der Ruhe und gleichzeitig der Bewegung ebenfalls den Umweltgedanken aufgreift“, weist Projektleiterin Sandra Zettel von der Dietmar Hopp Stiftung auf ein weiteres Highlight hin und lobt zudem das Engagement der Bürger im Entstehungsprozess: „Sie haben mit viel Kreativität eine Frosch- und eine Eidechsen-Skulptur mit Mosaiken bunt gestaltet.“

Drei der vier im Grundkonzept der Aktion alla hopp! vorgesehenen Module bilden das Kernstück der Anlage: Sportlichere Nutzer können sich hier künftig auf dem „Bewegungsparcours für Jedermann“ austoben, weitere Module sind der „Naturnahe Kleinkinderspielbereich“ sowie der „Naturnahe Spiel- und Bewegungsraum“. Den sportlichen Höhepunkt bildet die mit Holzelementen versehene Parkour-Strecke, auf der die „Flying Monkeys“ ihre Fähigkeiten unter Beweis stellten. Ein optimaler Trainingsort für alle, die diese Trendsportart auch gerne mal ausprobieren möchten.

Ralph Schlusche, Verbandsdirektor des Verbandes Region Rhein-Neckar, freut sich über die Aufwertung des Ketscher Ortskerns: „Wir sehen in den Bewegungs- und Begegnungsanlagen einen sehr großen Mehrwert für unsere Region. Die Einrichtungen bereichern das Freizeit- und Naherholungsangebot für Jung und Alt und sind gleichzeitig ein besonderes Alleinstellungsmerkmal, mit dem das Profil unserer Region nach innen und außen qualitativ geschärft wird.“ Der Verband werde diese Angebote deshalb auch mit seinem Regionalparkroutenkonzept vernetzen, um einen Beitrag zu leisten, das alla hopp!-Projekt nachhaltig auf der Regionsebene zu verankern und zu kommunizieren, so Schlusche weiter.

Auch Luka Mucic, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. und Finanzvorstand der SAP SE, zeigte sich bei der Eröffnungsveranstaltung begeistert: „Diese Bewegungsanlage mit dem dahinter stehenden generationenübergreifenden Begegnungskonzept ist ein herausragendes Beispiel gesellschaftlichen Engagements und zugleich Ausdruck eines Wesenszugs der Region Rhein-Neckar: der Austausch zwischen Menschen über alle Bereiche des Lebens hinweg war schon immer eine treibende Kraft unseres Erfolgs. Wir alle profitieren heute und in Zukunft von vorbildlichen Initiativen wie dieser, die den gesellschaftlichen Dialog stärken und die Entwicklung insbesondere unserer jungen Bürger auf äußerst wirkungsvolle Weise fördern.“

19 alla hopp!-Anlagen

Die ersten Bewegungs- und Begegnungsanlagen in Schwetzingen, Abtsteinach, Deidesheim, Rülzheim und Schwarzach sind bereits eröffnet worden und stehen allen Besuchern jederzeit und kostenfrei zur Verfügung. Die Anlagen in Bürstadt, Hemsbach, Sinsheim, Buchen, Edenkoben, Ilbesheim, Heidelberg, Ilvesheim und Ravenstein befinden sich derzeit im Bau. Insgesamt sind im Jahr 2016 weitere neun Eröffnungen geplant.
Informationen zu der Aktion und den 19 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.

Hinweis für Journalisten

Pressefotos stehen im Pressebereich unter folgendem Link für Sie honorarfrei zum Download bereit: www.alla-hopp.de/presse/pressebilder
Quellenangabe für alle Fotos: Dietmar Hopp Stiftung

Kurzprofil alla hopp!
Die Aktion alla hopp! ist ein Angebot für alle und verbindet Jung und Alt durch die Freude an der Bewegung. Die Dietmar Hopp Stiftung errichtet dazu 19 generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsräume. Das ganzheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet. Die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar konnten sich bis 30. September 2013 online bewerben. 127 Kommunen hatten sich
für eine Anlage interessiert und sich online beworben. Am 5. Juni 2014 wurden die 19 begünstigten Kommunen bekannt gegeben und auf www.alla-hopp.de veröffentlicht.

Größe, Module und Ausstattung
Für eine alla-hopp!-Anlage empfiehlt sich eine Größe von mindestens 5.000 Quadratmetern. Jede alla hopp!-Anlage besteht aus 3 bis 4 Modulen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und doch Raum für Gemeinsamkeit und Begegnung bieten. Dies umfasst:

•    einen Bewegungsparcours für Jedermann. Hier wird an verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Zahlreiche der Geräte sind niedrigschwellig. Verschiedene Schwierigkeitsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene werden auf leicht verständlichen Hinweisschildern erläutert. Die Anlagen bieten zudem Nutzungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe.

•    einen Kinderspielplatz, auf dem kleinere Kinder (ca. bis sechs Jahre) spielen und ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen. Dies wetterunabhängig, denn es gibt einen Pavillon, der auch Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen bietet.

•    einen naturnahen Spiel und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre). Hier finden Schulkinder Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. In Planungswerkstätten wird der Spiel- und Bewegungsplatz gemeinsam mit Kindern erarbeitet.

•    optional ein viertes Modul, ein Parcours für jugendliche Sportler, etwa Inliner, Skater oder (Dirt-)Biker, falls eine ausreichend große Fläche verfügbar ist und Bedarf in der Stadt oder Gemeinde ist.


Mit der Aktion alla hopp! schlägt die Dietmar Hopp Stiftung eine Brücke zwischen ihren vier Förderbereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Für die auf mehrere Jahre angelegte Aktion alla hopp! plant die Dietmar Hopp Stiftung einen Betrag in Höhe von 40 Millionen Euro ein.

Ziele
Die Aktion bringt die ganze Region in Bewegung! Damit erreicht alla hopp! drei Ziele:

•    Bewegung fördern: alla hopp! möchte Menschen jeden Alters und Fitnessgrads, mit und ohne Behinderung, für Bewegung begeistern und motivieren. Die Devise: Gemeinsame Bewegung ohne Leistungsgedanken.

•    Begegnung ermöglichen: alla hopp! schafft Raum für Begegnung und verbindet die Generationen durch die Freude an der Bewegung.

•    Gesundheit schützen: Mit Bewegung können Jung und Alt einen aktiven Beitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit leisten.

Kosten
Die alla hopp!-Anlagen sind kostenfrei und jederzeit für alle Generationen nutzbar. Hier zählen der Spaß an der Bewegung und der Begegnung. Die Kommune stellt das Grundstück zur Verfügung und sorgt später für die Instandhaltung der Anlage.

Kurzprofil Team alla hopp!
Bewegung und Begegnung der Generationen ist die Devise der Aktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung. Das Team alla hopp! steht stellvertretend für alle aktiven Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar. Bewegung fördert die körperliche und geistige Fitness. Gemeinsames Sporttreiben macht Spaß und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zum Team alla hopp!, das nach und nach vorgestellt wird, gehören Menschen aller Generationen. Die Team-Mitglieder haben Vorbildcharakter und spornen zur Bewegung an. Sie berichten, welche Bedeutung Sport für ihr eigenes Leben hat und woraus sie ihre Motivation für Bewegung schöpfen.

Das Pilotprojekt Schwetzingen

Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, errichtet die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine separate Pilotanlage. Die Anlage befindet sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee. Sie dient als Modell für die weiteren 18 Anlagen. Die Anlage wurde am 8. Mai 2015 ihrer Bestimmung übergeben.http://www.ketsch.de/


Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Die Stiftung zählt zu den größten Privatstiftungen Europas. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Förderrichtlinien können auf der Website eingesehen und entsprechende Anträge an die Geschäftsstelle in St. Leon-Rot gerichtet werden. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die bisher größte Aktion will unter dem Titel „alla hopp!“ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 42 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
Opelstraße 28
68789 St. Leon-Rot

info@dietmar-hopp-stiftung.de
www.dietmar-hopp-stiftung.de

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