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Kreative motorische Angebote

Neues Wohnzimmer am Wiesensee

01. Juli 2016

01.07.2016, Hemsbach. Nur eine Woche nach der Eröffnung der alla hopp!-Anlage in Bürstadt wurde am Freitag wenige Kilometer südöstlich der nächste Schlüssel für eine generationenübergreifende Bewegungs- und Begegnungsstätte übergeben: Hemsbachs Bürgermeister Jürgen Kirchner weihte unter großem Besucherandrang die achte – und größte – von insgesamt 19 Anlagen dieser Art ein.

„Ich freue mich, dass die alla hopp!-Anlage heute ihrer Bestimmung übergeben wird. Hier ist etwas wirklich Großartiges entstanden. Dafür möchte ich allen Beteiligten und natürlich der Dietmar Hopp Stiftung, die diese Anlage erst möglich gemacht hat, herzlich danken“, sagte Bürgermeister Jürgen Kirchner während der offiziellen Eröffnungsfeier. „Ich bin mir sicher, dass diese Anlage die in sie gesetzten Erwartungen vollkommen erfüllen und alle Generationen begeistern und natürlich bewegen wird.“

Im Namen der Stadt Hemsbach überreichte Kirchner der Geschäftsstellenleiterin der Dietmar Hopp Stiftung Katrin Tönshoff auf der Bühne ein Präsent: eine Blutbuche in Miniaturform. Deren größeres Pendant wurde bereits im Vorfeld als Dankeschön an den Stifter auf der Anlage gepflanzt und ist der einzige Baum seiner Art auf dem Gelände. „Die alla hopp!-Anlage in Hemsbach zeichnet sich durch ihre tolle Lage und hervorragende Erreichbarkeit aus. Ich bin sicher, dass sie von der Bevölkerung genauso gut angenommen wird wie die Anlagen, die bereits eröffnet wurden“, so Katrin Tönshoff.

In unmittelbarer Nähe zum Wiesensee sowie zum neugestalteten Sportgelände mit Kunstrasenplätzen und Leichtathletikanlage ist an der Bray-sur-Seine-Straße ein Bürgerpark entstanden, den der Planer Dirk Schelhorn als „Wohnzimmer der Stadt“ bezeichnet. Mit einer Fläche von knapp 18.000 Quadratmetern ist die Hemsbacher die größte aller 19 alla hopp!-Anlagen, die die Dietmar Hopp Stiftung in ihrer bislang größten Aktion errichten lässt.

Vor dem Spatenstich am 6. Oktober 2015 hatte das Büro Landschaftsarchitektur Schelhorn die Bürger in Beteiligungsprozessen zu Wort kommen und ihre Wünsche einfließen lassen. So ist auch in Hemsbach eine attraktive Anlage entstanden, die in den vier Modulen den anderen gleicht, die aber ihren ganz eigenen Charakter hat. „Beherrschend sind die großen Landschaftsräume mit ihren bespielbaren Flächen und ihrem hohen Aufforderungscharakter“, beschreibt Schelhorn das Areal.

Auf der großen Feierbühne leitete Moderator Felix Gaudo gewohnt souverän durch die Veranstaltung. Die „Beyond Dancers“ zeigten kurze Ausschnitte aus ihrer Tanzshow, die Stepptänzer der „Penguin Tappers“ begeisterten mit einer Solodarbietung und den Penguin Kids. Für die musikalische Untermalung sorgten Chöre und Tänze aus Hemsbacher Schulen ,Kindergärten und Gesangsvereinen. Das obligatorische alla hopp!-Lied, dargeboten von Kindern der Hebelschule, durfte nicht fehlen. Anschließend betrat die „Freddy Wonder Combo“ die Bühne und unterhielt die Besucher bis in die Abendstunden.

Diejenigen, die es nicht mehr erwarten konnten, testeten derweil schon einmal die Anlage. Zum Beispiel den großen, landschaftlichen Irrgarten mit Bewegungs- und Überraschungseffekten, der sich mit der Wall Holla auf eine Höhe von fünf Metern erhebt. Eine Wall Holla ist eine Konstruktion, die Kindern Fortbewegungsmöglichkeiten in mehrere Richtungen und auf verschiedene Weise, z.B. kletternd oder rutschend, bietet.

Geboten wurde den Besuchern am Tag der Eröffnung so einiges. Kindergärten, Schulen und Vereine luden an allerlei Ständen auf der Anlage zum Basteln, kreativ Sein und Entdecken ein. Aber auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt: von süß bis herzhaft blieben keine Wünsche offen.

Sandra Zettel, die als Projektleiterin der Dietmar Hopp Stiftung die Umsetzung der Aktion verantwortet, stellte die Besonderheiten dieses neuen „Wohnzimmers“ heraus: „Jede Anlage zeichnet sich durch ihre individuelle Gestaltung aus. Mit der Wall Holla hat in Hemsbach ein neues Element Einzug gehalten. Wir sind auch sehr gespannt zu sehen, wie den Schwingungen auf dem Schwebebalken Stand gehalten wird.“

Durch die Neugestaltung des Übergangsbereichs zum Wiesensee ist eine optische Verbindung der beiden Freizeitanlagen gelungen, die sich optisch vom restlichen Straßenbereich abhebt. Eine Finnenbahn – eine Laufstrecke, die aus Sägemehl, Baumrinden oder Rindenmulch besteht – erschließt alle Parkteile und setzt sich in der angrenzenden Sportanlage fort, so dass hier auch Jogger auf ihre Kosten kommen. Besonderes Kennzeichen der Hemsbacher Anlage ist der 25 Meter lange Schwebebalken, auf dem es gilt, den Schwingungen standzuhalten.

Das optionale vierte Modul – dem Bewegungstreffpunkt für Jugendliche – wurde von der Stadt realisiert. Es beinhaltet Kletter- und Graffitiwände, die den Bedürfnissen junger Menschen in Hemsbach entsprechen. Die Streetballständer sind eine große Herausforderung – für Besucher aller Generationen.

19 alla hopp!-Anlagen

Die ersten Bewegungs- und Begegnungsanlagen in Schwetzingen, Abtsteinach, Deidesheim, Rülzheim, Schwarzach, Ketsch und Bürstadt sind bereits eröffnet worden und stehen allen Besuchern jederzeit und kostenfrei zur Verfügung. Die Anlagen in Sinsheim, Buchen, Edenkoben, Ilbesheim, Heidelberg, Ilvesheim und Ravenstein befinden sich derzeit im Bau. Insgesamt sind im Jahr 2016 weitere sieben Eröffnungen geplant.
Informationen zu der Aktion und den 19 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.

Hinweis für Journalisten
Pressefotos stehen im Pressebereich unter folgendem Link für Sie honorarfrei zum Download bereit: www.alla-hopp.de/presse/pressebilder
Quellenangabe für alle Fotos: Dietmar Hopp Stiftung



Kurzprofil alla hopp!
Die Aktion alla hopp! ist ein Angebot für alle und verbindet Jung und Alt durch die Freude an der Bewegung. Die Dietmar Hopp Stiftung errichtet dazu 19 generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsräume. Das ganzheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet. Die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar konnten sich bis 30. September 2013 online bewerben. 127 Kommunen hatten sich für eine Anlage interessiert und sich online beworben. Am 5. Juni 2014 wurden die 19 begünstigten Kommunen bekannt gegeben und auf www.alla-hopp.de veröffentlicht.

Größe, Module und Ausstattung
Für eine alla-hopp!-Anlage empfiehlt sich eine Größe von mindestens 5.000 Quadratmetern. Jede alla hopp!-Anlage besteht aus 3 bis 4 Modulen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und doch Raum für Gemeinsamkeit und Begegnung bieten. Dies umfasst:

•    einen Bewegungsparcours für Jedermann. Hier wird an verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Zahlreiche der Geräte sind niedrigschwellig. Verschiedene Schwierigkeitsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene werden auf leicht verständlichen Hinweisschildern erläutert. Die Anlagen bieten zudem Nutzungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe.

•    einen Kinderspielplatz, auf dem kleinere Kinder (ca. bis sechs Jahre) spielen und ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen. Dies wetterunabhängig, denn es gibt einen Pavillon, der auch Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen bietet.

•    einen naturnahen Spiel und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre). Hier finden Schulkinder Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. In Planungswerkstätten wird der Spiel- und Bewegungsplatz gemeinsam mit Kindern erarbeitet.

•    optional ein viertes Modul, ein Parcours für jugendliche Sportler, etwa Inliner, Skater oder (Dirt-)Biker, falls eine ausreichend große Fläche verfügbar ist und Bedarf in der Stadt oder Gemeinde ist.


Mit der Aktion alla hopp! schlägt die Dietmar Hopp Stiftung eine Brücke zwischen ihren vier Förderbereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Für die auf mehrere Jahre angelegte Aktion alla hopp! plant die Dietmar Hopp Stiftung einen Betrag in Höhe von 40 Millionen Euro ein.

Ziele
Die Aktion bringt die ganze Region in Bewegung! Damit erreicht alla hopp! drei Ziele:
•    Bewegung fördern: alla hopp! möchte Menschen jeden Alters und Fitnessgrads, mit und ohne Behinderung, für Bewegung begeistern und motivieren. Die Devise: Gemeinsame Bewegung ohne Leistungsgedanken.

•    Begegnung ermöglichen: alla hopp! schafft Raum für Begegnung und verbindet die Generationen durch die Freude an der Bewegung.

•    Gesundheit schützen: Mit Bewegung können Jung und Alt einen aktiven Beitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit leisten.

Kosten
Die alla hopp!-Anlagen sind kostenfrei und jederzeit für alle Generationen nutzbar. Hier zählen der Spaß an der Bewegung und der Begegnung. Die Kommune stellt das Grundstück zur Verfügung und sorgt später für die Instandhaltung der Anlage.

Kurzprofil Team alla hopp!
Bewegung und Begegnung der Generationen ist die Devise der Aktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung. Das Team alla hopp! steht stellvertretend für alle aktiven Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar. Bewegung fördert die körperliche und geistige Fitness. Gemeinsames Sporttreiben macht Spaß und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zum Team alla hopp!, das nach und nach vorgestellt wird, gehören Menschen aller Generationen. Die Team-Mitglieder haben Vorbildcharakter und spornen zur Bewegung an. Sie berichten, welche Bedeutung Sport für ihr eigenes Leben hat und woraus sie ihre Motivation für Bewegung schöpfen.

Das Pilotprojekt Schwetzingen
Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, errichtet die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine separate Pilotanlage. Die Anlage befindet sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee. Sie dient als Modell für die weiteren 18 Anlagen. Die Anlage wurde am 8. Mai 2015 ihrer Bestimmung übergeben.

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Die Stiftung zählt zu den größten Privatstiftungen Europas. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Förderrichtlinien können auf der Website eingesehen und entsprechende Anträge an die Geschäftsstelle in St. Leon-Rot gerichtet werden. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die bisher größte Aktion will unter dem Titel „alla hopp!“ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 42 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
Opelstraße 28
68789 St. Leon-Rot

info@dietmar-hopp-stiftung.de
www.dietmar-hopp-stiftung.de

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