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Kreative motorische Angebote

Freizeitoase auf ehemaliger Tongrube: Schwarzach feiert die Eröffnung seiner alla hopp!-Anlage

27. November 2015

Vor wenigen Monaten war das 10.000 Quadratmeter große Gelände an der Tonwerkstraße im Ortsteil Unterschwarzach noch verwildert, doch seit dem ersten Spatenstich am 12. Juli 2015 hat sich das Areal nach und nach in eine blühende Freizeitoase verwandelt. Am Freitag wurde nun in Schwarzach (Neckar-Odenwald-Kreis) die fünfte von insgesamt 19 alla hopp!-Anlagen, die die Dietmar Hopp Stiftung in der Metropolregion Rhein-Neckar errichten lässt, von Stifter Dietmar Hopp ihrer Bestimmung übergeben.

„Ganz Schwarzach hat auf die Übergabe der alla hopp!-Anlage hin gefiebert und wir sind froh und dankbar, dass der Moment nun gekommen ist“, sagte Bürgermeister Mathias Haas und stellte erfreut fest: „Die Anlage integriert sich in idealer Weise in das Herzstück unseres Naherholungszentrums und verleiht den Menschen mit und ohne Behinderung eine weitere Aufwertung der Lebensqualität in unserem Ort.“

Moderator Dirk Metz, der bereits Mitte Oktober durch die Eröffnungsfeier der Anlage in Rülzheim geführt hatte, bat um 15 Uhr zur offiziellen Übergabezeremonie neben dem
Stifter Dietmar Hopp und Bürgermeister Mathias Haas auch Dr. Björn-Christian Kleih, Landratsvertreter im Neckar-Odenwald-Kreis, zur Urkundenüberreichung und Geschenkübergabe auf die Festbühne. „Die alla hopp!-Anlage in Schwarzach ist eine tolle Sache. Die Bürgerinnen und Bürger können sich freuen, dass dieser schöne Ort für Jung und Alt entstanden ist“, betonte Dr. Kleih und fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass wir als Landratsamt zur Entstehung beitragen konnten. Und als Gesellschaft können wir dankbar sein, wenn echter Bürgersinn und privates Engagement eine solche Freizeitoase möglich machen.“

Sinnvolle Beschäftigung für Menschen mit Handicap


Die Topografie des Geländes ist von der ehemaligen Nutzung als Tongrube und der darauf erfolgten Verfüllung mit Höhenunterschieden von bis zu sieben Metern geprägt. Gestaltet wurde die Anlage von Landschaftsplaner Michael Hink, der – wie bei den anderen alla hopp!-Anlagen auch – in Workshops entwickelte Ideen aus der Bevölkerung aufnahm und in seine Planung integrierte. In Schwarzach waren Schüler und zudem Menschen mit Handicap an diesem Prozess beteiligt.

Die alla hopp!-Anlage liegt in unmittelbarer Nähe des Wildparks Schwarzach, der auf 100.000 qm Fläche über 50 verschiedenen Tierarten in artgerecht gestalteten Gehegen und modernen Stallungen beherbergt. Ebenfalls in Reichweite liegt der „Schwarzacher Hof“ der

Johannes-Diakonie Mosbach. Hier sind 780 Wohnplätze und Außenwohngruppen für Menschen mit Behinderungen untergebracht.
„Die alla hopp!-Anlage in Schwarzach bietet die Möglichkeit, die Dienstleistungsgruppen aktiv zu beteiligen und bei der notwendigen Landschafts- und Anlagenpflege Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung einzubinden“, erklärte Sandra Zettel, Projektleiterin der Dietmar Hopp Stiftung.

„Tricky Field“ und Hamsterrad als Besonderheit

Südlich der Anlage zieht sich entlang eines Fabrikgeländes der Naturbereich, der aus offenen Wiesen-  und Gehölzbereichen besteht. An der nördlichen Grundstücksgrenze in direkter Nähe zum Schwarzacher Schwimmbad sind die vier Module des Bewegungsparcours angelegt, die einige Besonderheiten aufweisen. Auf dem „Tricky Field“ können zum Beispiel Jugendliche ihre Geschicklichkeit am Ball trainieren. Der Bereich wird  teilweise durch Sitzelemente begrenzt und ist insgesamt etwas tiefer gelegt. Auf dem angrenzenden Hauptweg gibt es Aufwölbungen im Asphalt, die Bewegtheit des „Tricky Field“ greift somit auch auf den Weg über. Diese Aufwölbungen können von Skatern, Roller- und Rollschuhfahrern genutzt werden.

Der „naturnahe Spiel- und Bewegungsraum für Schulkinder“ wurde mit der Grundschule Schwarzach konzipiert. Dabei entstanden drei übergeordnete Themen – ein Hamsterrad, ein Baumhaus und eine Rutsche. Wenn das Hamsterrad betätigt wird, spendet zeitgleich eine Wasserkanone Wasser, das über ein Felsenmeer abgeführt wird. Das Baumhaus besteht aus zwei Plateaus und kann auf verschiedene Weise erklommen werden. Am zweiten Plateau ist die Tunnelrutsche angebracht, die in einer Sandmulde ausläuft. Sie wird von Gräsern gerahmt und tritt dadurch mit ihrer Erscheinung zurück.

19 alla hopp!-Anlagen

Die ersten Bewegungs- und Begegnungsanlagen in Schwetzingen, Abtsteinach, Deidesheim und Rülzheim sind bereits eröffnet worden und stehen allen Besuchern jederzeit und kostenfrei zur Verfügung. Die Anlagen in Bürstadt, Ketsch, Hemsbach und Sinsheim befinden sich derzeit im Bau. Insgesamt sind im Jahr 2016 weitere 10 Eröffnungen geplant.
Informationen zu der Aktion und den 19 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.

Hinweis für Journalisten
Pressefotos stehen im Pressebereich unter folgendem Link für Sie honorarfrei zum Download bereit: www.alla-hopp.de/presse/pressebilder
Quellenangabe für alle Fotos: Dietmar Hopp Stiftung

Kurzprofil alla hopp!
Die Aktion alla hopp! ist ein Angebot für alle und verbindet Jung und Alt durch die Freude an der Bewegung. Die Dietmar Hopp Stiftung errichtet dazu 19 generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsräume. Das ganzheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet. Die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar konnten sich bis 30. September 2013 online bewerben. 127 Kommunen hatten sich für eine Anlage interessiert und sich online beworben. Am 5. Juni 2014 wurden die 19 begünstigten Kommunen bekannt gegeben und auf www.alla-hopp.de veröffentlicht.

Größe, Module und Ausstattung
Für eine alla-hopp!-Anlage empfiehlt sich eine Größe von mindestens 5.000 Quadratmetern. Jede alla hopp!-Anlage besteht aus 3 bis 4 Modulen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und doch Raum für Gemeinsamkeit und Begegnung bieten. Dies umfasst:

•    einen Bewegungsparcours für Jedermann. Hier wird an verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Zahlreiche der Geräte sind niedrigschwellig. Verschiedene Schwierigkeitsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene werden auf leicht verständlichen Hinweisschildern erläutert. Die Anlagen bieten zudem Nutzungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe.

•    einen Kinderspielplatz, auf dem kleinere Kinder (ca. bis sechs Jahre) spielen und ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen. Dies wetterunabhängig, denn es gibt einen Pavillon, der auch Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen bietet.

•    einen naturnahen Spiel und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre). Hier finden Schulkinder Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. In Planungswerkstätten wird der Spiel- und Bewegungsplatz gemeinsam mit Kindern erarbeitet.

•    optional ein viertes Modul, ein Parcours für jugendliche Sportler, etwa Inliner, Skater oder (Dirt-)Biker, falls eine ausreichend große Fläche verfügbar ist und Bedarf in der Stadt oder Gemeinde ist.

Mit der Aktion alla hopp! schlägt die Dietmar Hopp Stiftung eine Brücke zwischen ihren vier Förderbereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Für die auf mehrere Jahre angelegte Aktion alla hopp! plant die Dietmar Hopp Stiftung einen Betrag in Höhe von 40 Millionen Euro ein.

Ziele
Die Aktion bringt die ganze Region in Bewegung! Damit erreicht alla hopp! drei Ziele:

•    Bewegung fördern: alla hopp! möchte Menschen jeden Alters und Fitnessgrads, mit und ohne Behinderung, für Bewegung begeistern und motivieren. Die Devise: Gemeinsame Bewegung ohne Leistungsgedanken.

•    Begegnung ermöglichen: alla hopp! schafft Raum für Begegnung und verbindet die Generationen durch die Freude an der Bewegung.

•    Gesundheit schützen: Mit Bewegung können Jung und Alt einen aktiven Beitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit leisten.

Kosten
Die alla hopp!-Anlagen sind kostenfrei und jederzeit für alle Generationen nutzbar. Hier zählen der Spaß an der Bewegung und der Begegnung. Die Kommune stellt das Grundstück zur Verfügung und sorgt später für die Instandhaltung der Anlage.

Kurzprofil Team alla hopp!
Bewegung und Begegnung der Generationen ist die Devise der Aktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung. Das Team alla hopp! steht stellvertretend für alle aktiven Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar. Bewegung fördert die körperliche und geistige Fitness. Gemeinsames Sporttreiben macht Spaß und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zum Team alla hopp!, das nach und nach vorgestellt wird, gehören Menschen aller Generationen. Die Team-Mitglieder haben Vorbildcharakter und spornen zur Bewegung an. Sie berichten, welche Bedeutung Sport für ihr eigenes Leben hat und woraus sie ihre Motivation für Bewegung schöpfen.

Das Pilotprojekt Schwetzingen
Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, errichtet die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine separate Pilotanlage. Die Anlage befindet sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee. Sie dient als Modell für die weiteren 18 Anlagen. Die Anlage wurde am 8. Mai 2015 ihrer Bestimmung übergeben.

Ansprechpartner
Gemeinde Schwarzach


Andreas Zettl
Hauptstraße 14
74869 Schwarzach
T: 06262 920913
F: 06262 9209713
Andreas.Zettl@schwarzach-online.de   
www.schwarzach.de
 


Über die Dietmar Hopp Stiftung

Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, über 430 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Förderrichtlinien können auf der Website eingesehen und entsprechende Anträge an die Geschäftsstelle in St. Leon-Rot gerichtet werden. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen
Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die neueste Aktion will unter dem Titel „alla hopp!‘‘ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 42 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
Opelstraße 28
68789 St. Leon-Rot

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