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Kreative motorische Angebote

Jahresrückblick 2015

08. Dezember 2015

Die ersten 5 alla hopp! Bewegungs- und Begegnungsanlagen sind bereits eröffnet und stehen allen Besuchern jederzeit und kostenfrei zur Verfügung. Weitere Anlagen befinden sich derzeit im Bau. Im Jahr 2016 weitere 10 Eröffnungen geplant.

Die alla hopp!-Anlage in Schwetzingen an einem Samstagnachmittag im Juli. Eltern erfrischen sich am Kiosk, während ihre Kinder herumtoben – auf Trampolinen, dem Holzspielplatz oder im Sand-Matsch-Bereich. Das Gelände an der Hockenheimer Landstraße ist mehr als gut besucht und wird nicht nur von jungen Menschen belagert. Auch Senioren halten sich an Outdoor-Trainingsgeräten fit, ein paar Meter weiter trainieren Teenager die Trendsportart Parcours. Der Rhein-Neckar-Kreis ist seit Mai 2015 um eine Option der Freizeitgestaltung reicher, insgesamt entstehen in der Metropolregion mit Hilfe der Dietmar Hopp Stiftung, die 42 Millionen Euro in dieses Großprojekt investiert, 19 solcher Anlagen.

Die Idee, generationenübergreifende Bewegungs- und Begegnungsparcours in der Metropolregion Rhein-Neckar zu errichten, entstand aus der Überlegung heraus, die vier Fördersäulen der Dietmar Hopp Stiftung – Sport, Medizin, Soziales und Bildung – in einer Aktion zu vereinen. Zuvor gab es bereits drei von der Stiftung initiierte Förderaktionen, die – parallel zu den vielen Projekten in den vier Förderbereichen – über einen längeren Zeitraum kraftvollen und nachhaltigen Nutzen stifteten: Mit „Mobil zum Spiel“ (Ausstattung von 52 Vereinen mit einem Kleintransporter; 2009/10) und „Mädels vor, noch ein Tor!“ (Ausstattung von 54 Mädchenmannschaften mit Trainingsmaterialien; 2010/11) unterstützte die Stiftung ausschließlich den Jugendfußball. Die Aktion „Starke Weggefährten“ (2011-13) fiel in den Bereich „Soziales“ und förderte ehrenamtlich engagierte Hospizbegleiter mit Hilfe von Weiterbildungen. Nun also alla hopp!.

„Unsere früheren Förderaktionen kamen sehr gut an und wir haben uns überlegt, wie wir alle Stiftungsziele in einer großen Aktion verbinden können“, so die Geschäftsstellenleiterin der Dietmar Hopp Stiftung, Katrin Tönshoff, über die Hintergründe zur Entstehung der aktuellen Förderaktion, die passenderweise den Namen alla hopp! erhielt. Ein Wortspiel, in dem sich der Name des Stifters in einem in der Metropolregion Rhein-Neckar gängigen Ausdruck für „Auf geht’s!“ wiederfindet. „Jetzt kommt Bewegung rein…“, lautet das Motto von alla hopp!, das seit Sommer 2013 beworben wurde und alle Kommunen der Region dazu aufrief, sich mit einem geeigneten Areal für den Erhalt einer alla hopp!-Anlage zu bewerben.

Der Grundgedanke der alla hopp!-Anlagen besteht darin, Bewegung zu fördern, Begegnung zu ermöglichen und Gesundheit zu schützen. Auf einer spielplatzähnlichen Anlage von ca. 10.000 Quadratmetern sollen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren beim Sport zusammenkommen, Mütter mit ihren Kleinkindern gemeinsam aktive Zeit miteinander verbringen können, einfach alle Menschen von Jung bis Alt Spaß an körperlicher Betätigung haben.

Auf der eigens eingerichteten Homepage www.alla-hopp.de präsentierte sich bereits vor der Bekanntgabe der begünstigten Kommunen ein „Team alla hopp!“, eine Mischung aus jungen, älteren, männlichen und weiblichen Sportbegeisterten, die mit ihren persönlichen Geschichten die Vorfreude auf die Anlagen steigerten.

In einer feierlichen Aktion auf der Seebühne im Mannheimer Luisenpark präsentierte Dietmar Hopp persönlich im Juni 2014 die 19 „Begünstigten“, die nach strenger Prüfung der Bewerbungsunterlagen durch die Stiftung und eine Kommission den Zuschlag für eine alla hopp!-Anlage erhielten. Schwetzingen wurde als Standort für das Pilotprojekt auserkoren und weihte nach dem Spatenstich im Oktober 2014 und nur achtmonatiger Bauphase als erste Stadt seine Anlage ein. „Die Menschen in Schwetzingen und Umgebung freuen sich auf diese Anlage und wir freuen uns, dass heute so viele gekommen sind, um mit uns die Eröffnung zu feiern“, so Oberbürgermeister Dr. René Pöltl bei der Eröffnungszeremonie am 8. Mai 2015. „Schwetzingen ist nun um eine attraktive Begegnungsstätte reicher.“ Die Schwetzinger Anlage kostete rund zwei Millionen Euro und hat sich in der ganzen Region  bereits einen Namen gemacht. In den Sommermonaten herrschte hier vor allem an den Wochenenden ein riesiger Andrang, die Anlage ist schon jetzt aus der Freizeitgestaltung mehrerer Bürger nicht mehr wegzudenken.

Der Stifter selbst war bei den bisherigen fünf Eröffnungen persönlich dabei und zeigte sich bei der Premiere begeistert: „Ein solches Bewegungsparadies ist deutschlandweit vorbildlich. Alle Generationen sind herzlich eingeladen, die alla hopp!-Anlage mit ihren vielfältigen und kostenfreien Bewegungs- und Begegnungsangeboten für Jung und Alt zu entdecken und rege zu nutzen.“

Die Anlagen wurden in vier Modulen projektiert: Modul 1 ist der Bewegungsparcours für jedermann, eine Art Zirkeltraining mit wetterfesten Geräten, die den gesamten Bewegungsapparat in Schwung halten. Die Schwierigkeitsstufen sind dem Alter entsprechend wählbar. Modul 2 besteht aus einem Kinderspielplatz für bis zu Sechsjährige, die ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen wollen. Der naturnahe Spiel- und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter bildet Modul 3 und bietet der Zielgruppe Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. Das vierte, optionale Modul ist ein Parcours für jugendliche Sportler wie etwa Inliner oder Skater und davon abhängig, ob eine ausreichend große Fläche verfügbar ist.

„Keine Anlage gleicht der anderen, denn sie werden von verschiedenen Landschaftsplanern konzipiert. Der entscheidende Grund dafür aber ist, dass in jeder Kommune die Bürger über Beteiligungsprozesse ihre Ideen einbringen können und somit individuelle, den Örtlichkeiten entsprechende Elemente kreiert werden, die es auf anderen Anlagen nicht gibt“, betont Sandra Zettel von der Dietmar Hopp Stiftung, die „alla hopp!“ als Projektleiterin verantwortet. Ein Beispiel ist die im September eröffnete Anlage in Abtsteinach. Das hier entspringende und namensgebende Flüsschen Steinach schlängelt sich in südliche Richtung durch das abschüssige Gelände dem Neckar entgegen und bewässert den „Himmelsteich“. Rolf Reinhard, Bürgermeister der kleinsten alla hopp!-Gemeinde, freut sich nach rekordverdächtiger fünfmonatiger Bauzeit: „Insbesondere auch den Jugendlichen im Ort wird die Chance geboten, sich zwanglos treffen und austoben zu können. Durch die räumliche Nähe zur Grundschule und der Sporthalle besteht darüber hinaus die Gelegenheit, die Anlage in die Schul- und Vereinsarbeit einzubeziehen.“

Jede Anlage ist also ein Unikat. In Rülzheim wurde in präziser Teamarbeit ein 71 Tonnen schwerer Granit-Findling auf dem Baugrundstück abgesetzt, der als zentraler Grundstein im Felsenmeer zum Klettern und Herumtoben einlädt. „Der Traum wird Wirklichkeit“, frohlockte Ortsbürgermeister Reiner Hör nach dem Spatenstich und erklärte bei der Einweihung: „Noch nie in ihrer mehr als 1200-jährigen Geschichte wurde unserer Gemeinde ein derartiges und in jeder Hinsicht wertvolles Geschenk gemacht. Ich bin sicher, dass der von Dietmar Hopp und seiner Stiftung beabsichtigte Zweck mit großer Freude und Begeisterung von Jung und Alt umgesetzt wird.“

Es gibt allerdings auch bestimmte feststehende Elemente wie den Mikadowald, das Familien-Karussell, die Bodentrampoline oder den gelben alla hopp!-Schirm, die auf allen alla hopp!-Anlagen wiederkehrend zu finden sind. Auch die Sinneselemente, die mit Unterstützung der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ zum Ausprobieren, Erleben und Weiterforschen anregen, sind bzw. werden an allen Standorten eingebunden.

Die Begeisterung in den Städten und Gemeinden kennt jedenfalls ortübergreifend keine Grenzen. In Deidesheim jubelte Bürgermeister Theo Hoffmann: „Die für die Stadt wie auch für alle Ortsgemeinden zentral gelegene Bewegungs- und Begegnungsanlage ist eine perfekte Ergänzung des Sport-, Erholungs- und Freizeitangebotes für Bürger, Gäste, Vereine, Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen und somit ganz im Sinne des nachhaltig orientierten Cittàslow-Gedankens.“

Ende November wurde in Schwarzach die fünfte Anlage ihrer Bestimmung übergeben. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist, dass Menschen mit Handicap am Planungsprozess beteiligt waren und später in die Pflege der Anlage eingebunden werden sollen. Für Bürgermeister Mathias Haas ist das eine herausragende Errungenschaft. „Für die vielen hier lebenden Menschen mit Behinderung ist die alla hopp!-Anlage eine großartige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nach dem Motto ‚Mitten drin, nicht nur außen vor!‘ Die Anlage integriert sich in idealer Weise in das Herzstück unseres Naherholungszentrums mit dem benachbarten Wildpark und verleiht den Menschen mit und ohne Behinderung eine weitere Aufwertung der Lebensqualität in unserem Ort.“

Fünf Eröffnungen in 2015, 14 weitere werden folgen. „Das geht nahtlos ineinander über“, sagt Projektleiterin Sandra Zettel, die parallel mehrere Standorte betreut. Spatenstich hier, Baubetreuung da, Eröffnung dort. „Die Resonanz in der Metropolregion in enorm“, zieht Katrin Tönshoff ein mehr als zufriedenes Zwischenfazit zur bislang größten Förderaktion der Dietmar Hopp Stiftung. „Die Region hat regelrecht auf diese Anlagen hingefiebert und wir sind froh, sie mit alla hopp! um viele Attraktionen bereichert zu haben.“

Informationen zu der Aktion und den 19 Kommunen finden Sie unter www.alla-hopp.de.

Hinweis für Journalisten
Pressefotos stehen im Pressebereich unter folgendem Link für Sie honorarfrei zum Download bereit: www.alla-hopp.de/presse/pressebilder
Quellenangabe für alle Fotos: Dietmar Hopp Stiftung

Kurzprofil alla hopp!
Die Aktion alla hopp! ist ein Angebot für alle und verbindet Jung und Alt durch die Freude an der Bewegung. Die Dietmar Hopp Stiftung errichtet dazu 19 generationsübergreifende Bewegungs- und Begegnungsräume. Das ganzheitliche Konzept zur Bewegungsförderung wurde gemeinsam mit Experten erarbeitet. Die 290 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar konnten sich bis 30. September 2013 online bewerben. 127 Kommunen hatten sich für eine Anlage interessiert und sich online beworben. Am 5. Juni 2014 wurden die 19 begünstigten Kommunen bekannt gegeben und auf www.alla-hopp.de veröffentlicht.

Größe, Module und Ausstattung
Für eine alla-hopp!-Anlage empfiehlt sich eine Größe von mindestens 5.000 Quadratmetern. Jede alla hopp!-Anlage besteht aus 3 bis 4 Modulen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und doch Raum für Gemeinsamkeit und Begegnung bieten. Dies umfasst:

•    einen Bewegungsparcours für Jedermann. Hier wird an verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Zahlreiche der Geräte sind niedrigschwellig. Verschiedene Schwierigkeitsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene werden auf leicht verständlichen Hinweisschildern erläutert. Die Anlagen bieten zudem Nutzungsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe.

•    einen Kinderspielplatz, auf dem kleinere Kinder (ca. bis sechs Jahre) spielen und ihre Motorik und Sinneswahrnehmung schulen. Dies wetterunabhängig, denn es gibt einen Pavillon, der auch Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen bietet.

•    einen naturnahen Spiel und Bewegungsplatz für Kinder im Schulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre). Hier finden Schulkinder Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln und Balancieren. In Planungswerkstätten wird der Spiel- und Bewegungsplatz gemeinsam mit Kindern erarbeitet.

•    optional ein viertes Modul, ein Parcours für jugendliche Sportler, etwa Inliner, Skater oder (Dirt-)Biker, falls eine ausreichend große Fläche verfügbar ist und Bedarf in der Stadt oder Gemeinde ist.

Mit der Aktion alla hopp! schlägt die Dietmar Hopp Stiftung eine Brücke zwischen ihren vier Förderbereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Für die auf mehrere Jahre angelegte Aktion alla hopp! plant die Dietmar Hopp Stiftung einen Betrag in Höhe von 40 Millionen Euro ein.

Ziele
Die Aktion bringt die ganze Region in Bewegung! Damit erreicht alla hopp! drei Ziele:
•    Bewegung fördern: alla hopp! möchte Menschen jeden Alters und Fitnessgrads, mit und ohne Behinderung, für Bewegung begeistern und motivieren. Die Devise: Gemeinsame Bewegung ohne Leistungsgedanken.

•    Begegnung ermöglichen: alla hopp! schafft Raum für Begegnung und verbindet die Generationen durch die Freude an der Bewegung.

•    Gesundheit schützen: Mit Bewegung können Jung und Alt einen aktiven Beitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit leisten.

Kosten
Die alla hopp!-Anlagen sind kostenfrei und jederzeit für alle Generationen nutzbar. Hier zählen der Spaß an der Bewegung und der Begegnung. Die Kommune stellt das Grundstück zur Verfügung und sorgt später für die Instandhaltung der Anlage.

Kurzprofil Team alla hopp!
Bewegung und Begegnung der Generationen ist die Devise der Aktion alla hopp! der Dietmar Hopp Stiftung. Das Team alla hopp! steht stellvertretend für alle aktiven Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar. Bewegung fördert die körperliche und geistige Fitness. Gemeinsames Sporttreiben macht Spaß und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zum Team alla hopp!, das nach und nach vorgestellt wird, gehören Menschen aller Generationen. Die Team-Mitglieder haben Vorbildcharakter und spornen zur Bewegung an. Sie berichten, welche Bedeutung Sport für ihr eigenes Leben hat und woraus sie ihre Motivation für Bewegung schöpfen.

Das Pilotprojekt Schwetzingen
Um im Vorfeld der Förderaktion Erkenntnisse für eine optimale Umsetzung des Projekts alla hopp! zu erhalten, errichtet die Dietmar Hopp Stiftung in Schwetzingen eine separate Pilotanlage. Die Anlage befindet sich auf dem 6.673 m² großen ehemaligen Fußballfeld der DJK Schwetzingen an der Sternallee. Sie dient als Modell für die weiteren 18 Anlagen. Die Anlage wurde am 8. Mai 2015 ihrer Bestimmung übergeben.


Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht überwiegend aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 500 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Auf Antrag fördert die Stiftung Projekte gemeinnütziger Organisationen in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Förderrichtlinien können auf der Website eingesehen und entsprechende Anträge an die Geschäftsstelle in St. Leon-Rot gerichtet werden. Darüber hinaus setzt die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen
Zwecke durch eigene Förderaktionen um. Die neueste Aktion will unter dem Titel „alla hopp!‘‘ alle Generationen für mehr Bewegung begeistern. Daher spendet die Stiftung Bewegungs- und Begegnungsanlagen an 19 Kommunen der Region im Gesamtwert von 42 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
Opelstraße 28
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